Mammpfs Verkehrsschule

Ein Kreisverkehr für Mammuts: Der Quintenzirkel

Als Mammpf neulich so durch Ahlen trottete kam er an einen Kreisverkehr. Da gab es ganz schön viel zu beachten: Wer hat Vorfahrt, wo muss man abbiegen, und erst all diese Schilder mit so komischen Symbolen …

Als er dann nachts in seiner Grube lag, kam er nicht zur Ruhe. Er wusste, dass er so etwas schon einmal gesehen hatte, aber das war gaaanz lange her. Kein Wunder, in den letzten mehr als 40.000 Jahren hatte er ganz schön viel erlebt!

Aber dann fiel es ihm ein: Der QUINTENZIRKEL, das war’s, der Quintenzirkel der Musiker, der ist doch eigentlich so etwas wie ein Kreisverkehr. Man biegt irgendwo an einer Kreuzung ein, dann geht es im Quintabstand immer weiter. Je nachdem, an welcher Straße man abbiegt, hat man verschiedene Schilder mit Zeichen. Und benachbarte Straßen bilden ein Quartier.

In Wahrheit gibt es gar nicht mehr Gemeinsamkeiten zwischen dem Quintenzirkel und einem Kreisverkehr, aber das fiel Mammpf nicht mehr auf, denn über seine Gedanken war er eingeschlafen.

Am nächsten Morgen hatte er eine Idee: Er suchte eine alte Abbildung des Quintenzirkels … irgendwo hatte er sie doch abgelegt …

> Die gute Nachricht: Er fand sie, irgendwo neben den Notizen, die er sich gemacht hatte, als er damals Mozart traf.

> Die schlechte: Im Laufe der Jahrhunderte war das Papier zerbröselt, nun hielt er nur noch Fetzen in seinen Hufen.

So stellt er sie euch nun zur Verfügung, denn er selber konnte den Quintenzirkel nicht mehr zusammensetzen. Könnt ihr ihm helfen? Ob ihr es gemeinsam schafft? Die Fragenkärtchen helfen euch bei euren Überlegungen, viel Vergnügen!

Für dieses Spiel braucht ihr:

> eine Spielfeld-Tastatur: Schneide die Vorlagen drei- oder viermal aus und klebe sie aneinander. Lege sie in ein Dreieck oder Rechteck,

> die Vorlage für einen Quintenzirkel,

> alle Buchstaben- und Vorzeichenkärtchen (ausgeschnitten),

> Spielsteine für alle Spieler,

> die Fragen- und Aufgabenkärtchen, alternativ könnt ihr sie weiter unten auf dieser Seite lesen,

> Aufkleber, mit denen ihr die schwarzen Tasten markieren könnt,

> ein Buch mit Klaviernoten in vielen Tonarten, evtl. ein Konzertprogramm eines klassischen Konzerts,

> ein Klavier.

Hier gibt's die Bastelvorlagen für die Tasten-Spielfelder, den leeren Quintenzirkel mit den Vorzeichen- und Buchstabenkärtchen sowie die Fragenkärtchen mit Spielanleitung als .pdf zum Download und Basteln.

Alle Fragen und Aufgaben online:

Hier könnt ihr euch auch gleich ans Werk machen und die Fragen und Aufgaben bearbeiten - viel Vergnügen!

(QZ = Quinzenzirkel)

Die Aufgaben und Fragen:

Ausschneiden und umgekehrt in der Reihenfolge rückwärts aufeinander legen, also Nr. 1 nach oben. Hat ein Kind seine Aufgabe erledigt, darf es würfeln, dann wird im Uhrzeigersinn weiter gezählt. Das nächste Kind, das dran ist, darf dann ein Kärtchen abheben …

Wichtig: In der ersten Spielerunde sollten alle Teilnehmer/innen einmal ein Kärtchen abheben. Falls es sich ergibt, dass jemand doppelt dran kommt, darf er einen Anderen aussuchen, der das nächste Kärtchen zieht.

Den Punkten im QZ (Quintenzirkel) werden im Uhrzeigersinn nach und nach die Tonarten-Namen (Buchstaben) und Vorzeichen zugeordnet.

Hier könnt ihr euch auch online durch die Kärtchen arbeiten:

  • 1

    Stellt alle eure Spielsteine auf die Taste C, die vor euch liegt.

    Du sollst das Lied Alle meine Entchen in C-Dur spielen.

    Spiele nur auf weißen Tasten – klingt das dann richtig?

    Lege dann den Buchstaben C zum obersten Punkt des Quintenzirkels.

  • 2

    Welche Taste liegt eine Quinte über C?

    Sage den Namen und lege den Buchstaben neben den nächsten Punkt im QZ.

    Stellt Alle euren Spielstein auf die Taste mit diesem Namen (geht also eine Quinte höher).

    In dieser Tonart muss man eine weiße Taste durch eine schwarze austauschen. Suche das Kärtchen mit einem # und lege es neben den Buchstaben im QZ.

  • 3

    Ratet Alle, um welche schwarze Taste es sich bei dem einen # handelt.

    Klebe einen Aufkleber auf diese schwarze Taste.

    Spiele dann eine Tonleiter von G bis G und achte darauf, dass du diese Taste austauschst – nun hast du in der Tonart G-Dur gespielt!

  • 4

    Lege das Kärtchen mit zwei # zum nächsten Punkt im QZ.

    Überlege, welche zweite Taste man durch eine schwarze austauschen muss. Ein Tipp: Sie liegt eine Quinte höher als die erste schwarze!

    Klebe einen Aufkleber auf diese Taste.

    Welche beiden schwarzen Tasten sind nun markiert?

    Suche in dem Notenbuch ein Stück mit zwei #-Vorzeichen und lass es dir vorspielen.

  • 5

    Wie heißt die Tonart, in der man statt F ein Fis und statt C ein Cis spielen muss?

    Geht Alle mit eurem Spielstein eine Quinte weiter, dann wisst ihr die Lösung.

    Lege das Buchstaben-Kärtchen zu den beiden #-Zeichen.

  • 6

    Spiele Alle meine Entchen in D-Dur.

    Eigentlich müsstest du ja dem QZ nach ein Fis und Cis benutzen – warum spielst du trotzdem nur auf einer schwarzen Taste?

  • 7

    Welche Tonart hat drei # ?

    Lege den Buchstaben und die drei #-Zeichen zum nächsten Punkt im QZ.

    Stellt Alle euren Spielstein auf diese Taste.

  • 8

    Suche im Notenbuch ein Stück in A-Dur und lass es dir vorspielen.

    Welche drei Tasten werden dort durch schwarze ausgetauscht?

    Klebe eine Aufkleber auf die dritte schwarze Taste.

  • 9

    Welche müsste die 4. schwarze Taste sein? Klebe einen Aufkleber dorthin.

    Welche schwarzen Tasten gibt es nun? Zähle sie auf.

    Spiele auf dem Klavier eine Tonleiter mit diesen vier schwarzen Tasten, die Anderen sagen dir, wo du starten musst.

    (Sie stellen nämlich ihre Spielsteine wieder eine Quinte weiter.)

  • 10

    Wie heißt die Tonart mit 4 # ?

    Lege den Buchstaben und die 4#-Zeichen zum nächsten Punkt im QZ.

    Geht Alle zum Klavier und probiert, wie man Alle meine Entchen in dieser Tonart spielen müsste.

  • 11

    Suche im Konzertprogramm, ob dort ein Stück in E-Dur angekündigt wird.

    Dann steht da z.B. "L.v. Beethoven: Sonate op. 109, E-Dur"

    Warum schreibt man die Tonart dazu?

  • 12

    Stellt eure Spielsteine eine Quinte weiter.

    Lege das Buchstaben- und das 5#-Kärtchen zum nächsten Punkt im QZ.

    Rechne:

    Wie viele verschiedene Töne hat eine Tonleiter? Und wenn nun 5 davon durch schwarze Tasten austauscht – wie viele normale, weiße gibt es dann in dieser Tonart überhaupt?

  • 13

    Klebe einen Aufkleber zur 5. schwarzen Taste, die in der Tonart H-Dur vorkommt.

    Wie heißt diese Taste?

    (Wehe, du sagst „B“ ;-)

    Zähle, wie viele Halbtonschritte zwischen den letzten beiden schwarzen Tasten liegen.

  • 14

    Wenn du von H aus 7 Halbtonschritte aufwärts gehst (und nur dann ist es eine reine Quinte), bei welcher Taste landest du dann?

    Das ist der Name der nächsten Tonart.

    Stellt alle euren Spielstein auf diese Taste.

  • 15

    Lege die 6# zum QZ.

    Zähle sie auf - wie müsste die nächste ausgetauschte Taste heißen?

    Wenn du jetzt den Aufkleber auf die nächste schwarze Taste kleben willst, was fällt dir auf?

    In Fis-Dur gibt es also sechs ausgetauschte Tasten.

    Welche einzige „normale“ Taste gibt es?

  • 16

    Welchen anderen Namen hat die Taste Fis?

    Dann geht es nun in dieser Tonart weiter, sie hat keine # - sondern b-Vorzeichen.

    Wie viele b gibt es dort?

    Lege den Buchstaben und die richtige b-Zahl zu demselben Punkt im QZ, wo auch das Fis steht, denn die Tasten sind ja gleich.

  • 17

    Setzt eure Spielsteine eine Quinte weiter, ihr bleibt ja nun auf schwarzen Tasten.

    Wie heißt die Tonart?

    Alle setzen ihren Spielstein auf diese Taste.

    Ab jetzt werden die Vorzeichen immer weniger, diese Tonart hat also fünf b.

    Lege das Kärtchen mit diesen Vorzeichen an.

  • 18

    Tonart: Eine Quinte weiter.

    Alle setzen ihren Spielstein auf diese Taste.

    Vorzeichen: Eins weniger.

    Lege beide Kärtchen zum QZ.

  • 19

    Tonart: Eine Quinte weiter.

    Alle setzen ihren Spielstein auf diese Taste.

    Vorzeichen: Eins weniger.

    Lege beide Kärtchen zum QZ.

  • 20

    Tonart: Eine Quinte weiter.

    Alle setzen ihren Spielstein auf diese Taste.

    Vorzeichen: Eins weniger.

    Lege beide Kärtchen zum QZ.

  • 21

    Tonart: Eine Quinte weiter.

    Achtung: Landest du auf einer schwarzen oder auf einer weißen Taste?

    (Ein Tipp: Der Abstand muss genau 7 Halbtonschritte betragen!)

    Alle setzen ihren Spielstein auf diese Taste.

    Vorzeichen: Eins weniger.

    Lege beide Kärtchen zum QZ.

  • 22

    Angekommen, wenn ihr jetzt noch eine Quinte weiter geht, landet ihr wieder bei …

    Um sich die Stationen des QZ merken zu können, würden Sprüche helfen, bei denen jedes Wort mit einem dieser Buchstaben beginnt. Starte bei C und lies die Namen der #-Tonarten vor – jedes Kind soll dazu ein Wort erfinden.

  • 23

    Dasselbe mit den b-Tonarten, das ist allerdings ganz schön komisch, weil die ja selber schon Silben als Namen haben:

    Starte bei C und lies die Kreuz-Tonarten vor – jedes Kind soll dazu ein Wort erfinden.

  • 24

    In der zweiten Spiele-Hälfte brauchtet ihr ja gar keine Aufkleber mehr auf die schwarzen Tasten zu machen.

    Holt das nun nach, Jeder nimmt eine Taste:

    Startet bei F-Dur, da gibt es eine b-Taste, nämlich genau das „B“.

    Die nächsten schwarzen Tasten könnt ihr den Buchstaben im QU ablesen, wenn ihr ab B-Dur immer eine Station weiter geht.

  • 25

    Wie heißt die 6. ausgetauschte Taste, die es in Ges-Dur gibt?

    Wo liegt sie auf der Tastatur?

    Warum macht es keinen Sinn, ab dort weiter Quinten mit b-Vorzeichen zu bilden?

  • 2 6

    Wobei hilft einem nun dieser QZ?

    (Deine Antwort)

    Aber er kann noch mehr:

    Wenn man die jeweils erste ausgetauschte schwarze Taste mit einem Be (B) und Kreuz (Fis) kennt, kann man im QZ die Reihenfolge ablesen, in der die schwarzen Tasten erscheinen.

    Mit den b-Tonarten hast du das ja schon ausprobiert. Teste es nun mit den Kreuztonarten: Zuerst F(is), dazu C(is), dann G(is) – wie geht es weiter?

  • 27

    Der QZ kann Musikern aber auch dabei helfen, welche Tonarten gut zueinander passen:

    Zum Beispiel in C-Dur, da ist C die wichtigste Tonart, man kann sie aber gut mit F- und G-Dur kombinieren.

    Teste das mit dem Lied Alle meine Entchen: Spiele in C-Dur und begleite mit Quinten auf C, F und G.

  • 28

    Und wenn du in D-Dur spielst, kannst du mit G- und A-Dur begleiten.

    Erkennst du das System?

  • 29

    Die Quintessenz:

    Der Quintenzirkel ist klasse,

    er hilft einem Musiker, das Universum der Musik zu verstehen!

    Alle Tonarten hängen durch Quinten zusammen, und die auszutauschenden Noten kann man damit auch ableiten.

  • Geschafft, es gibt keine neuen Aufgaben! Sieht euer Quintenzirkel jetzt so aus wie auf dieser Abbildung? Dann "herzlichen Glückwunsch" - ihr habt Alles richtig gemacht!

Lösung/ so sollte der Quintenzirkel nach dem Spiel aussehen:

(Die Moll-Tonarten werden bei dem Spiel nicht behandelt. Ihr könnt sie im inneren Kreis des Quintenzirkels nachlesen. Oder ihr ermittelt selber die parallele Moll-Tonart zu jeder Dur-Tonart, zählt also immer drei Halbtonschritte abwärts.)

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