Wie wir Mammpf aus der InterFalle befreit haben ...

Mammpf aus InterFalle befreit!

So was Blödes: Beim Herumspielen mit den Schwingungen seines Flügels war Mammpf in eine InterFalle getappt! Nun hing er dort fest ...

Bei einem Workshop im Februar 2025 konnten wir ihn daraus befreien. Wir haben eine SOKO gebildet und sind dann ganz penibel den Spuren gefolgt, die die Intervalle hinterlassen hatten.

  • Beim Intervall-Dominospiel konnten wir die passenden Kärtchen aneinander legen und so Spuren verfolgen.

  • Durch Spielen und Hören konnten wir 'Täter'-Beschreibungen der Intervalle erstellen.

  • Immer wieder galt es, zu Kombinieren und Aufgaben zu lösen ...

Viel Vergnügen beim Nach-Spielen:

Auf dieser Seite habe ich die einzelnen Schritte abgebildet:

  • Die Notenbilder zeigen die Kärtchen des Dominospiels.

  • Es gibt Aufgaben zu lösen, da kann man weiter scrollen.

  • Und ab und zu wird Mammpf von einer Schwingung befreit ...


1) Die InterFalle

  • Mammpf ist ja in eine InterFalle getappt.

    Wenn du wissen willst, was ihn gefangen hält, musst du ein ähnliches Wort suchen, das es in der Musik gibt.

    (Tipp: Nur ein einziger Buchstabe ist dort anders ;-)

  • Die Übeltäter waren

    INTERVALLE,

    also gleichzeitig oder nacheinander erklingende Klänge in bestimmtem Abstand.

  • Suche ein Intervall-Kärtchen, bei dem nur eine einzige Note vorkommt.

1) Die Prim

  • Prima gemacht! Apropos prima: Das heißt ja „die Erste“, wir meinen damit „erstklassig“

    Das Intervall, das du soeben kennen gelernt hast, heißt daher auch PRIM, denn es ist ja das erste.

    Aber eigentlich wollten wir doch über Abstände von Noten reden, und diese beiden sind doch gar kein Abstand. Oder???

    Warum schreibt man die Note doppelt?

  • Wenn zwei Kinder auf verschiedenen Instrumenten den gleichen Ton spielen, ist das ja auch ein Abstand, ein Intervall! Auch bei Klaviernoten schreibt man die Note doppelt, wenn sie anzeigen sollen, dass jede einer anderen Stimmführung folgt.

  • Lege dann ein Kärtchen an, bei dem diese Note (c) vorkommt.

In der Zwischenzeit ...

Es rappelte, klapperte, dann überschlug sich Mammpf in seiner Falle ...

... und war von einer Fessel-Linie befreit!

Welche Farbe fehlt?

Aber warum ausgerechnet die?

Und was hast du ermittelt, dass diese Fessel schon verschwunden ist???

Fragen über Fragen! Aber nun weißt du, dass du auf dem richtigen Weg bist!

2) Die Sekunde

  • Den Namen für dieses Intervall kennst du schon, aber wahrscheinlich nicht aus der Musik: Die Sekunde

    Woher kommt dir der Name bekannt vor?

  • In der Zeitangabe = zum zweiten Mal verkürzte Einheit der Stunde

    Im Englischen = the second (das Zweite)

    Also: Die Sekunde meint das zweite Intervall nach der Prim.

    (Ach ja: alle Intervallnamen gehen auf lateinische Begriffe zurück, schon wieeder Latein ;-) ...

H - Höraufgabe

  • Spiele Sekunden auf dem Klavier. Klingen sie

    - schön oder schräg?

    - also konsonant oder dissonant?

  • Lege dann eine andere Sekunde an.

    Vergleiche: Wie viele Halbtonschritte hatte die andere Sekunde?

    Und nun diese?

    Man unterscheidet zwischen einer kleinen Sekunde (mit 3 Halbtonschritten) und einer großen Sekunde (mit 4 Halbtonschritten).

3) Die Terz

  • Rechts siehst du ein neues Intervall, es umfasst 3 Tonstufen, man nennt es Terz.

    Lege eine andere Terz an und zähle dann die Halbtonschritte.

  • Das erste ist eine große Terz (4 Halbtonschritte),

    das Neue ist eine kleine Terz (3 Halbtonschritte).

In dem Moment, als der Begriff Terz genannt wurde, waren die lila-farbigen Spuren von Mammpf abgefallen.

Seltsam, sehr seltsam, was hat das mit der Terz zu tun?

Die große Terz war's!

  • Auf der rechten Seite des Kärtchens siehst du eine Sexte.

    Zähle die Tonstufen, dann weißt du, woher dieser Name kommt.

  • Wie heißen die Noten bei dieser Sexte?

    Und bei der Terz daneben?

    Also: Es sind die gleichen Tonnamen, aber umgeklappt.

    Für Angeber: So etwas nennt man Komplementärintervall!

  • Lege eine andere Sexte an.

4) Die Sexte

  • Eine Sexte ist der Abstand von 6 Tonstufen.

    Es gibt kleine und große Sexten, je nachdem, wie viele Halbtonschritte sie umfassen.

    (Tipp: Wenn du schon weißt, was eine Quinte ist, kannst du ganz leicht Sexten bilden: Einen Halbtonschritt über einer Quinte liegt die kleine Sexte, einen Ganztonschritt über einer Quinte ist die große Sexte ;-)

  • Spiele Sexten und überlege, ob sie groß oder klein sind.

H - Höraufgabe Sexten

  • Wie klingen Sexten? Konsonant oder dissonant?

    Spiele verschiedene auf dem Klavier. das geht ganz leicht: Du musst einfach 4 weiße Tasten überspringen (plus die beiden angeschlagenen Tasten sind es dann ja sechs, also Sexte ;-)

  • Na klar, Sexten klingen schön, harmonisch, konsonant :-)

    Kein Wunder, sind sie doch das Komplementärintervall einer Terz!

  • Lege ein Kärtchen mit einem Intervall an, das um einen Tonschritt weiter ist als eine Sexte.

5) Die Septim

  • Zähle, wie viele Tasten Abstand eine Septim umfasst.

    Und wenn du sie auf dem Klavier spielst, wie viele weiße Tasten musst du dann überspringen?

  • Höraufgabe:

    Klingen Septimen konsonant oder dissonant?

  • Sehr dissonant!!!

    Kein Wunder, wo sie doch das Komplementärintervall der Sekunde sind.

    Ebenso wie bei den Sekunden gibt es auch große und kleine Septimen, aber schöner klingen sie deshalb nicht!

Stopp - Halt - Pause!

Wie es aussieht, führen all diese Spuren und Täterbeschreibungen nicht weiter. Wir haben uns verzettelt!

Mammpf sitzt immer noch fest umschlungen in seiner Falle!

Vielleicht sollte man mal überlegen, wieso es überhaupt Intervalle gibt. Klar, man kann sie benennen und aufschreiben, aber wie entstehen sie überhaupt?

Klänge sind Schwingungen

Klänge entstehen, indem z.B. Saiten in Schwingung versetzt werden. Das kann man super bei einer Gitarre sehen, bei einer Flügel-Saite spüren ...

Je schneller die Schwingungen (Frequenzen) sind, desto höher klingt der Ton.

Gut erklärt: Ton = Welle (interessant wird's ab 1:05)

Aha ...

Könnte es sein, dass eine der Schwingungen verschwunden ist, als wir anfangs dachten, wir hätten Mammpf schon befreit?

Das war dieser blaue Bogen ... Man müsste halt wissen, welches Intervall solche Schwingungen erzeugt.

Erinnerst du dich?

  • Bei welchem Intervall ist die blaue Kurve verschwunden?

  • Bei der Prim! Das ist die Schwingungskurve des Grundtons.

  • Schau dir das Video an, dann weißt du, welches Intervall in seiner Schwingungskurve zu den beiden roten Wellen passt:

Die Erklärung: ab 1:00

6) Die Oktave

  • Alles klar: Wenn dieselbe Saite in zwei Hälften eingeteilt schwingen kann, schwingen beide doppelt so schnell. und das Intervall ist dann eine Oktave.

  • Den Begriff Oktave kann man sich übrigens gut merken, wenn man sich einen Oktopus vorstellt - der hat 8 Arme.

    Und wie viele Töne umfasst eine Oktave?

  • Na klar: 8 Tonstufen.

    Dir fällt bestimmt auf, dass es dann ja zweimal der gleiche Tonname ist. Daher muss so eine Oktave natürlich auch sehr harmonisch klingen!

  • Suche noch ein Kärtchen mit einer Oktave.

Beim Lösen der Aufgabe hat sich überraschenderweise auch die rote Fessel von Mammpf gelöst.

Also schnell weiter, dieser Weg scheint der richtige zu sein!

Die Oktave war's!

7) Die Quinte

  • Aber wie sollte man auf die anderen Intervalle kommen?

    Teile die Saite weiter, dieses Mal aber in drei Abschnitte. Wie sie dann schwingt, kannst du auf dieser Seite sehen:

    Eine sehr interessante Beschreibung der Verhältnisse von Schwingung und Intervall

  • Also: Schwingt die ganze Saite nur 1mal, erklingt der Grundton.

    Teilt man sie in zwei gleiche Hälften, schwingen diese doppelt, es erklingt die Oktave zum Grundton.

    Wenn man die in drei Stückchen teilt, erklingt eine Quinte.

  • Wie viele Tonschritte umfasst eine Quinte?

    Und wie viele weiße Tasten musst du überspringen?

Und schon ist Mammpf auch die Dreier-Schwingung der Quinte los!

Physik ist schon klasse, jetzt müsste man nur noch wissen, welche Intervalle erklingen, wenn man die Saite in Vierer-Abschnitte teilt.

Dann lege einfach noch ein Kärtchen mit einer Quinte an, daneben findest du die Lösung!

8) Die Quarte

  • Sehr praktisch: Das ist das Intervall, das auch vier Tonschritte umfasst - die Quarte!

  • Diesen Namen kann man sich gut merken, wenn man an ein Quartett-Spiel denkt. Oder - für alle, die Französisch lernen - an das Wort quatre. Oder an ein Quadrat ...

Und schon war Mammpf frei!

Und die Täter?

Aber die, die ihm das angetan hatten, waren noch nicht gefasst.

Also machte er sich auf den Weg zu euch Klavierschülern, damit er das erklären konnte:

Die Oberton-Gang war's!!!

Wenn man einen Ton spielt, hört man nämlich gar nicht nur diesen einen Ton. Sondern nach diesem Grundton erklingen der Reihe nach zuerst eine Oktave darüber, dann eine Quinte weiter, weine Quarte, eine große Terz, eine kleine Terz und noch viele mehr.

Und die ersten und stärksten Töne dieser Obertonreihe hatten ihn gefangen genommen.

Schön, dass du sie ermittelt und ihn befreit hast.

Festnahme: Die Oberton-Gang!

Da sitzen sie nun, sicher hinter Notenlinien:

Gut gemacht!

Der Kopf der Oberton-Gang ist nun ermittelt. Es gibt noch viel mehr Mitglieder, aber das soll uns jetzt egal sein, denn sie waren es ja schließlich nicht, die Mammpf gefangen gehalten haben.


Für alle, die noch immer nicht genug haben ...

... gibt es hier noch ein paar spannende Erklärungen:

Eine super Beschreibung:

toll, so ein Monochord!

oje: Mathe ;-)

noch mehr ...

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